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Gesichtsblindheit

Informationen zur Nervenkrankheit Krankheiten Gesichtsblindheit

Gesichtsblindheit ( Prosopagnosie) ist eine Unfähigkeit bekannte Gesichter zu erkennen. Wenn ein normaler gesunder Mensch einem ihm bekanntes Gesicht betrachtet, so laufen innerhalb von Sekundenbruchteilen komplizierte Vorgänge im Gehirn ab. Die vom Auge aufgenommenen Informationen werden an die Sehrinde weitergeleitet und von dort aus an verschiedene Hirnareale weitergeleitet. Ein Bereich nimmt das Gesicht als solches wahr, ein anderer Bereich ist für die Erinnerung an bekannte Gesichter zuständig, wieder ein anderer Bereich versorgt uns mit dem Vertrautheitsgefühl und ein weiteres Gebiet ordnet dem Gesicht einen Namen zu.

Man vermutet, dass die zuständigen Nervenzellen nicht das individuelle Gesicht an sich erkennen, sondern die Abweichung von einem Mittelwert, den unser Gehirn uns aus alltäglich betrachteten Gesichtern bildet. Bei der Prosopagnosie oder Gesichtsblindheit handelt es sich weder um eine Störung des Sehapparats noch um Vergesslichkeit, psychische Störungen oder Konzentrationsstörungen.

Man erkennt Gesichter deutlich als Kombination aus Einzelteilen wie Augen, Nase und Mund. Jedoch fehlt ihnen die Zuordnung zu einer Erinnerung an jemand Bekanntes. Gesichtsblindheit tritt häufig in Kombination mit Hochbegabung auf.

Die Gesichtsblindheit ist mit ähnlichen Phänomenen wie denen der Farbenblindheit zu vergleichen. Prosopagnosie ist unterschiedlich ausgeprägt. Besonders schwere Fälle können auch ein Gesicht als solches nicht wahrnehmen und verwechseln häufig Personen mit Gegenständen.

Es gibt drei Formen der Prosopagnosie: Apperzeptive Prosopagnosie, Assoziative oder amnestische Prosopagnosie und Kongenitale Prosopagnosie. Die Therapie kann durch einen Neuropsychologen erfolgen.


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