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Japanische Enzephalitis

Informationen zur Nervenkrankheit Krankheiten Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis wird durch Viren ausgelöste und gilt als Tropenerkrankung, die vor allem in Ost- und Südostasien vorkommt. Regelmäßig gibt es zur Monsunzeit in diesen Ländern Epidemien, die in Ländern mit keinem effizienten Impfprogramm Hunderte bis Tausende von Opfern fordern können. Als Erreger der japanische Enzephalitis gilt der Japan B-Enzephalitis-Virus. Hauptvirusträger sind vor allem wildlebende Vögel ( unter anderem Reiher ), aber auch Reptilien. Zwischenwirte sind häufig Haustiere ( Schweine, Pferde ). Als direkte Überträger sind Mücken der Gattung Culex und Aedes anzusehen, die den Erreger über Stiche weitergeben.

Für Touristen ist das Infektionsrisiko relativ gering. Ein größeres Risiko besteht vor allem auf dem Land, vorzugsweise am Ende der Regenzeit.

Obwohl die Japanische Enzephalitis in Asien weit verbreitet ist, tauchen Erkrankungen in Japan selber nur noch sehr selten auf, was auf eine systematische Durchimpfung von Haustieren zurück zu führen ist. Hauptsächlich betroffen sind China, Indien, Sri Lanka, Nepal, Vietnam, die Philippinen und das nördliche Thailand.

Symptome der Japanischen Enzephalitis sind identisch mit denen der normalen Enzephalitis, und beschränken sich in der milden Form auf ein grippeähnliches Krankheitsbild mit Fieber, Schüttelfrost und allgemeinem Unwohlsein.

Wird jedoch durch das Zentralnervensystem vom Virus befallen, kann es zu Bewusstseinstrübung, Krampfanfällen, Reflexstörungen, Paresen und Meningitiszeichen kommen. In diesem Fall kann eine Erkrankung in ca. 30% der Fälle lethal enden. Bei weiteren 30% bleiben neurologische Störungen zurück.


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